Patrioten an die Waffen!

So oder so aehnlich, kann man den Aufruf der franzoesischen Regierung verstehen. Egal ob militaerische Ausbildung oder nicht, derzeit kann sich jeder zum Freiwilligendienst melden, der zur inneren Sicherheit der Republique beitragen moechte. Ob das nun eine Ausbildung oder Auffrischung im Bereich Schusswaffen beinhaltet, werden wir die naechsten Wochen sehen.

Fakt ist, dass das Volk Frankreichs in den Augen der Regierenden, nicht laenger Waehler, Steuerzahler und Gefahr zu sein scheint, sondern eine willkommene und wie ich befuerchte auch kostenguenstige sowie fachlich defizitaere Alternative zur Einstellung von mehr Sicherheitskraeften. Man ist von dieser dekadenten Denke weg, dass Freiheit und Sicherheit vereinbar, sowie ein Grundrecht sind. Man kommt von der Denke weg, Waffen seien die Wurzel allen Uebels. War’s doch nicht zuletzt wieder eine Waffe – bzw. mehrere Waffen – die den LKW-Fahrer zu stoppen vermochten.

 

Ist die Idee neu, das Volk zu bewaffnen?

Oermnein! Im 19. Jahrhundert war es teilweise schicklich, dass ein volljaehriger Mann in Deutschland eine Waffe traegt. Der AvD hatte im 20. Jahrhundert teilweise auch angeraten, Autofahrer, die staendig in menschenleeren Gegenden rumfahren, sollten eine Waffe tragen und nichtzuletzt 2013 hatte Ronald Noble von INTERPOL angeregt, die Staaten moegen in Zeiten einer staendig groesserwerdenden Gefahr durch Terroristen, einmal die Bewaffnung des Volkes ueberdenken. Da dies nicht geschehen ist, gehen die Toten in Frankreich und Belgien, auch zu Teilen auf das Konto der Regierungen!

 

Sollte jeder eine Waffe tragen?

Ganz klar: NEIN! Wenn man sich mit menschlichem Verhalten einmal befasst hat, kommt man schnell auf die Idee, dass die Unterstellungen von nicht-Waffenbesitzern, ein Waffenbesitzer koennte mit seinen legal erworbenen und registrierten Schusswaffen eine Straftat begehen, meist lediglich eine Projizierung der Verhaltensmuster des nicht-Waffenbesitzers auf den Waffenbesitzer ist. Dies geht sogar so weit, dass eine Frau bei m.W. Twitter beim Anblick der Dienstwaffe eines Polizisten schrieb, sie koenne ihm die Waffe entreissen, wild in der Gegend rumballern und keiner koennte sie aufhalten. In diesem Fall ist die Neigung zu Gewalt der nicht-Waffenbesitzerin klar erkennbar – allerdings auch die fachliche Inkompetenz.

Hinweis: Die Dienstwaffen der New Yorker Polizei, haben einen ganz fiesen 4-5kg Abzug. (Glock N.Y. Trigger) Desweiteren, auch wenn es fuer den Laien nicht so aussieht, ist die Waffe teilweise so im Holster gesichert, dass man z.T. sogar zwei Knoepfe druecken muss, um die Waffe ziehen zu koennen. Das setzt Kenntnis voraus, wie dieser Holster zu bedienen ist. Man spricht da von „levels“. Level 2 ist demnach sicherer als Level 1 und wie ich auf der IWA 2016 feststellen musste, ist die Bedienung eines Level 2 Holsters „von der anderen Seite aus“, teilweise nur schwer oder garnicht moeglich.

 

Sollte man rechtschaffenden Buergern mit Schusswaffen trauen?

Verallgemeinern moechte ich das nicht. Es gibt da draussen leider Menschen, die Schusswaffen besitzen, weder vor noch nach Erwerb, strafrechtlich in Erscheinung getreten (erwischt worden) sind, denen ich aber aus Gruenden der Unberechenbarkeit, wie sie in bestimmten Situationen reagieren wuerden, auf garkeinen Fall eine Waffe zugestehen moechte.

Vom Grundsatz her behaupte ich jedoch, dass bei den 99,9%, denen ich eine Waffe goenne, ein charakterlicher Wachstumsprozess in Gang gebracht wird, an dessen Ende dann – nicht nur im Bereich Schusswaffen – verantwortungsvoll agierende und reagierende Buerger dabei herauskommen. Wie ich gerne sage:

Behandelt man einen Menschen stets wie ein Kind, wird er sich auch stets wie ein Kind benehmen.

Und das restliche Promille, ist halt der uebliche charakterliche Ausschuss, den es auch ohne Waffen gibt und der z.T. auch ohne Schusswaffen strafrechtlich in Erscheinung tritt.

 

Moechte ich eine Schusswaffe fuehren?

Nun, in den USA, genauergesagt Arizona, war es mir nicht wichtig eine Schusswaffe zu tragen, weil alle Anderen dies tun koennen. Das mag auf den ersten Blick und/oder fuer den schwachen Geist total bescheuert klingen, wenn man sich jedoch meine Meinung ueber 99,9% der Schusswaffenbesitzer noch einmal anguckt, wird es logisch nachvollziehbar. Wenn also 99,9% derjenigen, die in Arizona eine Waffe tragen duerfen, verantwortungsvoll agierend und reagierend sind, brauche ich in der Tat nicht selbst eine Waffe tragen. Irgendwer hat schon eine dabei. Das sieht man ja auch bei den Clown-Killer-Pranks. Im Central Park New York, ging ein Prankster auf einen Buerger zu, der mittels Waffe klarmachte, ein Angriff sei nicht-zielfuehrend, ohne jedoch zu schiessen.

Der richtige Falsche, nicht der richtig Falsche!

Hier in Deutschland ging man jedoch vom Kampf gegen das Boese ueber, kaempfen als boese zu betrachten. Es gab einmal zur Waffenrechts“novelle“ 1972 den hervorragenden Kommentar, weswegen man bei Schusswaffen in diesen Zeiten vergleichsweise entspannt war, dass viele Politiker im Krieg Umgang mit Schusswaffen, Panzerfaeusten, Panzern etc. hatten und demnacht anhand ihres eigenen Horizontes, Kleinkaliberwaffen eher belaechelten, denn als Bedrohung sahen. Man war sich bewusst, dass Waffen nicht das ursaechliche Problem sind. Man wusste wovon man sprach, wenn man ueber Schusswaffen sprach. Dies ist heute, dank freier Meinungsaeusserung, nicht mehr notwendig. Warum das Recht, sich frei und ungehindert aus allgemeinen Quellen selbststaendig zu unterrichten, als Pflicht sehen, wenn man auch so seine Meinung kundtun darf – egal wie falsch sie ist 😉 Da entscheidet der Charakter, ob man recherchiert oder nicht. Man erinnere sich an meine Worte oben, projizieren von Verhaltensmustern. Und ja, wenn man mich fragt, ob ich Waffengegner fuer versteckte Soziopathen halte, moechte ich das bei einigen Exemplaren bejahren und hoffe, meine Begruendung ist von „Fachpersonal“ zu verstehen!

Um die Frage zu beantworten: Als Familienvater und bestens trainierter, ausgebildeter und haftpflichtversicherter Schuetze, wuerde ich mich tatsaechlich gelegentlich sicherer fuehlen, wenn ich etwas wirkungsvolleres und vertrauteres, als eine Schleuder am Mann haette. Nicht ausschliesslich wegen des Faktors „Mensch“, sondern auch, weil ich das Entlaufen von z.B. Raubkatzen – wie neulich in/um Berlin – immer mit der Frage verbinde, was ich tun koennte, geriete ich mit meiner Familie in so eine Situation. Die Wirkung einer Pistole, kenne ich. Bei meiner Schleuder kann ich nur mutmassen. Und ein Folgeschuss, sollte man beim ersten Mal nicht treffen, braucht wieder wertvolle Sekunden bei einer Schleuder.

 

Noch ein paar Floskeln 😉

Angst vor Waffen ist ein Zeichen der zurückgebliebenen sexuellen und emotionalen Reife! –Sigmund Freud

Wenn Waffen keine Loesung sind, warum gibt es dann soviele Sondereinheiten und Armeen? –ich

 

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