Lieber Mediator…

Beim MDR tummeln sich besonders behandlungswuerdige Leutchens:

Polizei hebt Waffenlager in Rudolstadt aus

Mal abgesehen davon, dass der 17-jaehrige jetzt zurecht verknackt wird, gibt es folgende Kommentare:

08.08.2016 19:34 Morchelchen 15

MAx: Stimmt. Wer die nötige Reife dazu hat und verantwortungsvoll mit seinen Mitmenschen umgeht, dem kann man jederzeit Waffen anvertrauen und ihm doch sein Hobby nicht verbieten, weil es böse Ausnahmeerscheinungen gibt. Wir alle haben übrigens viele Messer in der Schublade, darunter ziemlich große, die wir für Gewalttaten einsetzen könnten. Will man zukünftig auch Messer personengebunden katalogisieren? Außerdem – Waffen machen sich nicht selbst gefährlich…

Der Mensch ist ja noch halbwegs brauchbar. Die Antwort des Mediators dagegen:

08.08.2016 20:51 Mediator an Morchelchen (15) 16

Die Zuverlässigkeitsprüfung vor Erteilung einer WBK blickt lediglich in die Vergangenheit (Strafregister)

Auch Vereinskollegen haben wenig Einblick in das Gefühls- und Seelenleben eines Schützenbruders.
Im Verein ein netter Typ und zu Hause ein Schläger – so was solls geben!

Selbst der zuverlässigste Mensch gerät jedoch in seinem Leben in emotinale Ausnahmesituationen. Eine Schußwaffe kompensiert hier häufig das Gefühl der Ohnmacht und verleiht plötzlich wieder scheinbare „Handlungsoptionen“. Ein Messer wird nicht so häufig mit Macht assoziiert und damit meist nicht mißbraucht.

Abgesehen davon, dass ich ihm in Sachen Ausnahmesituation zustimme, verleihen Schusswaffen bei Gefahr fuer Leib und Leben sehr wohl eine konkrete Handelsoption. Nochmal auf die Schulbank des Lebens bitte! Haben wir nicht gedient? Dann sind wir ohnehin nur ein Mensch zweiter Klasse.

Weiterhin ist das Töten mit einer Schußwaffe deutlich einfacher als mit einem Messer.

Gerne können Privatleute unter hohen Auflagen, die dem Gefährdungspotential entsprechen, eine Schußwaffe besitzen. Doch sie ist immer NUR ein Sprortgerät oder ein Werkzeug für Jäger. Wer Fantasien hat, dass er so ein Ding braucht um sich zu verteidigen, dem gehört jede WBK entzogen!

Mit dem letzten Absatz, hat er sich leider als geisteskrank geoutet. Wenn die Verteidigung mit einer Waffe illegitim waere, gaebe es nichtmal im Gesetzbuch die Moeglichkeit, bei entsprechendem Beduerfnis einen Waffenschein zu bekommen. Wenn generell Verteidigung, mit welchem Mittel auch immer, illegitim waere, gaebe es keine entsprechenden Paragraphen in BGB und StGB.

Wieder ein bombiges Beispiel was passiert, wenn das Recht sich frei in Wort und Schrift zu aeussern schamlos ausgenutzt und das Recht sich frei und ungehindert aus allgemein Zugaenglichen Quellen selbststaendig zu unterrichten, nicht als Pflicht gesehen wird. Oder auf Deutsch: Dummlaberer mit rechtlicher Deckung vom Grundgesetz.

Bravo! 🙂

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Veröffentlicht in Senf

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