Waffenkauf aus Angst vor Fluechtlingen?

Diese Frage wird immer und immer wieder reichlich provokant gestellt und ist ganz klar zu verneinen!

Es werden soviele Schreckschusswaffen, Pfefferspray und Luftpistolen(hahaha! :-)) gekauft, weil sich die Buerger – nicht nur Deutschlands – von ihren Vertretern in den Regierungen, nicht ausreichend geschuetzt fuehlen. Der Bund deutscher Kriminalbeamter hat bereits 1969 gesagt, man koenne die Sicherheit des Volkes nicht mehr gewaehrleisten. Familienvaeter sollen sich Waffen kaufen. Nach 1969 wurde es eher schlimmer. Da wird die RAF vorgeschoben, um 1972 den Kauf von -seitdem erwerbsscheinpflichtigen – Schusswaffen stark einzuschraenken, nachdem 20Mio Waffen ab18 ueber den Ladentisch gingen. 3Mio davon wurden z.T. ohne Munitionserwerbsberechtigung nachregistriert, also sind 17Mio kriminalisiert oder ohnehin bereits vernichtet worden. Sei es nun aus vorauseilendem Gehorsam oder weil sie ohnehin verrostet waren. 1976 wurde die Freiheit weiterhin eingeschraenkt. Einzige Lockerungen des Waffenrechts, die ich ohne zu ueberlegen nennen kann, sind der Wegfall der Regulierung von Magazinkapazitaeten bei Selbstladelangwaffen (5) und der Wegfall des Anscheinsparagraphen bzgl. Kriegswaffen. Dafuer duerfen wir nicht mehr mit Waffen rumlaufen, die den Anschein erwecken, eine funktionstuechtige Schusswaffe zu sein. Mit einer leichten/billigen/harmlosen Softair unter der Jacke durch die Stadt laufen: Fehlanzeige! Streiche Anscheinsparagraphen, setze Anscheinsparagraphen!

Wer laeuft heutzutage in einen Waffenladen?

Wenn man in der psychologischen Verfassung ist, einen Waffenladen betreten zu koennen, kann man dies durchaus mal in der Mittagspause tun. Wer nicht in der psychologischen Verfassung ist, kann sich in ein evtl. vorhandenes Cafe setzen und mal gucken, wer da so reingeht. Letzterer Gruppe entgehen dabei aber interessante Dialoge 🙂

Da kommt dann der Familienvater, der ueberzeugt davon ist, seine Familie mit einer Luftpistole beschuetzen zu koennen, der pre-1972 eine kleinkalibrige Waffe gekauft haette. Wenn seine Angreifer im Ernstfall spitzkriegen, dass er sie mit einer LuPi in Schach halten wollte, kriegt er doppelt auf die Muetze und/oder darf seiner Familie dabei zugucken, wie sie es abkriegt.

Die andere Gruppe besteht aus den Halbstarken, die gerne z.B. eine Armbrust haetten und direkt danach fragen.

Dann gibts die latent Kriminellen, die dem Haendler gerne eine Waffe ohne Papierkram aus den Rippen leiern wollen. Waffensachkunde? Beduerfnisnachweis? Warum denn?

uvm.

Am besten ists, ihr guckt es euch selbst an. Wie gesagt, Mittagspause! Nach Dienst kommt kaum wer auf die Idee, schnell nochmal in den Waffenladen zu gehen, weil man ja schon immer mal…blahblah. Ich persoenlich finde es jedoch toll einen „Warum darf der, ich aber nicht?“ Moment zu provozieren, wenn ich mir mein erwerbsscheinpflichtiges Zeug ueber den Tresen schieben lasse 😉

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Veröffentlicht in Senf

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