Ausprobieren der Ausruestung unter Einsatzbedingungen

Was nutzen alle „preparations“ fuer den Ernstfall, wenn man die eigene Ausruestung und nicht zuletzt sich selbst, garnicht auf den Pruefstand stellt? Gesagt, getan! Das letzte Wochenende habe ich vorwiegend im Gruenen verbracht und die Gelegenheit genutzt, um meine Ausruestung auf ihre Einsatztauglichkeit zu testen.

Marsch mit Gepaeck

Fuer mich gut zu wissen: 6km mit 25kg Gepaeck, sind in unter einer Stunde zu schaffen, aber danach ist man geschafft 😉 Ja, „was man nicht dabei hat, kann einem fehlen“, aber was man dabei hat, muss man auch schleppen. Probiert euch aus, ob ihr das schafft! Wisst, wo eure Grenzen sind! Ein Marsch auf Waldwegen ist zweckungebunden legal – egal ob ihr nen Spaziergang macht oder trainiert.

Rucksack

Man kann von billigen Rucksaecken halten was man will, ich fahre mit meinem SAS-Nachbau, den ich 2007 fuer meine Teilnahme an einem internationalen Militaerwettkampf erworben habe, sehr sehr gut. Seit 2007 kaputtgegangen:

  • Beide Kordelstopper durchgerieben
  • Schneeschuerze (mein Fehler, zu sehr dran gezogen)
  • Rueckentasche fuer Rohrgestell unten durchgescheuert

Wenn man bedenkt, was er mitgemacht hat:

  • 2007 Internationaler Militaerwettkampf
  • 2008 ca. 3 Monate Wehruebung
  • 2009 ca. 6 Monate Wehruebung
  • 2009 Flugreise in die USA, ein Marsch durch Wueste
  • 2009 Internationaler Militaerwettkampf

Praedikat: Benutzbar!

 

Stiefel

So bloede es klingt, der erste und letzte Gedanke bei fuer „Zivilisten“ nicht-alltaeglichen Sachen, liegt beim Schuhwerk. Was nuetzen einem alle tollen Gadgets in einem guenstigen Rucksack, wenn man sich die Fuesse beim Marsch aufreibt? Daher habe ich mich da nicht lumpen lassen und mir von der Firma Lowa in den Jahren 2007 und 2009, je ein Paar von deren Bergstiefeln gekauft. Kaputtgegangen, ausser den Schnuersenkeln, nix! Die Sohle ist runtergelaufen und der Innenschuh ist aufgerieben. Meinem Informationsstand nach, ist neu-besohlen eher nicht machbar. Immerhin, wenn man die Zeitspanne so betrachtet, kann man bedeutend teurere Stiefel in bedeutend weniger Zeit zerstoeren. Tragekomfort und Trittdaempfung, sind mit dienstlich gelieferten Kampfstiefeln nicht vergleichbar.

Praedikat: Sehr gut und lange benutzbar!

T-Shirts

Bei T-Shirts ist mir wichtig, dass diese saugfaehig sind und Schweiss vernuenftig abgeben. Wenn ihr nicht gerade in eurem Tempo unterwegs seid, sondern einen Eilmarsch unternehmen muesst, damit im Katastrophenfall irgendwelche selbsternannten „Warlords“ euch nicht erwischen, seid ihr fuer jeden Komfort dankbar. Leider ist das immer eine Seitenerscheinung, wenn Recht&Gesetz grad nicht zur Geltung kommen: Manche Leute nutzen den Zustand zur Bereicherung aus.

Als durchaus benutzbar habe ich die Heat Gear T-Shirts von UnderArmour empfunden. meine beiden Shirts sind jetzt seit ca. 10 Jahren immer wieder an heissen Sommertagen und/oder Leistungsmaerschen an solchen Tagen, in Benutzung gewesen. Mittlerweile hat sich der Stoff etwas abgerieben und ist duenner geworden, ansonsten bin ich immer dankbar dafuer, dass ich die Teile in Fort Huachuca gekauft habe. Fuer den Winter gibt es eiskalt eine Empfehlung fuer deren Cold Gear, von denen ich eines in oliv und eines in beige besitze.

Wer nicht solche horrenden Preise zahlen moechte – es geht auch guenstiger. Wer bei der Amazone mal nach den Klamotten von „Just Cool“ sucht, findet die entsprechenden T-Shirts. Der Stoff ist 1:1 von Trikots uebernommen und die Shirts kommen in der Funktion dem teureren Pendant von UA verdaechtig nahe. Ein kleiner Windstoss, etwas Fahrtwind und man wird angenehm abgekuehlt – egal in welches preisliche Regal man greift

Hosen

Das ist jetzt wirklich nicht albern gedacht, aber: kauft keine Hosen, die eng anliegen. Wenn ihr einen Marsch unternehmt und dementsprechend eure Beinmuskulatur mit Blut vollgepumpt wird, schwellen eure Beine an. Im Sommer knallt euch die Sonne auf die Hosenbeine und wenn die eng an der Haut anliegen, uebertraegt sich die Hitze direkt auf euer Fleisch. Im Winter ist es echt angenehm, wenn man noch eine warme Luftschicht zwischen sich und der kalten und u.U. nassen Hose hat. Auch wenn der Begriff „negativ behaftet“ ist: Knochensack-Optik ist zweckmaessig!

Bluse/Hemd

Achtet darauf, dass eure Oberbekleidung mit der Unterwaesche im besten Fall zusammenarbeitet. Die beste Funktionsunterwaesche nuetzt nichts, wenn man darueber eine PU-Beschichtete Klamotte traegt 😉 Da eine Bluse oder Hemd bei Bewegung nicht so intensiv an euch schabt, wie eine zu enge Hose, ist das mein einziger Kauftipp. Im Gelaende bitte Aermel lang. Das soll keine Schikane sein, aber eine 3000 EUR Ausruestung ist gaenzlich unnuetz, wenn ihr eine entzuendete eitrige Wunde an Arm/Bein habt, weil ihr euch irgendwo gekratzt habt.

Waermebildgeraet

Frueher unerschwinglich bzw. dem Militaer vorbehalten – das Waermebildgeraet. Anders als Bildverstaerker (ugs. Nachtsichtgeraet), zeigt das „WBG“ Waermequellen an und kein Infrarotlicht (Komplett andere Wellenlaenge). Das kann man prima nutzen, um Waermequellen wie bewohnte Haeuser auszumachen oder Waermequellen wie marodierende Gruppen aufzuklaeren und zu umgehen. Je nach Lage vor Ort. Auch bei der Jagd oftmals eine tolle Hilfe, um entweder Tierherden auszumachen oder krankgeschossenes Wild aufzuspueren. Bei oben genanntem Versandhandel, kann man ohne jede Bonitaetspruefung auch per Hauskredit auf Raten zahlen. Wenn man also grad nicht weiss, was man brauchen koennte – das Ding nutzt auch in „Friedenszeiten“ was und man ist bei Wohnmobil- und Hausbesitzern gerne gesehener Gast.

Viel Spass und „train as you fight survive!“

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