Funkgeraet [TEST]

Da ich genau weiss, dass ich mit einem normalen Funkgeraet bloss zeitlich begrenzt meine Freude habe, weil die Moeglichkeiten rumzuspielen eher begrenzt sind, habe ich mir ein Yaesu FTM-400XDE Amateurfunkgeraet als sinnvolle Ergaenzung zu meinem Baofeng  UV-5R gekauft. Das Ding kann eigentlich alles, was man so gerne mal probieren moechte oder man kann ein Smartphone, Tablet oder Computer anschliessen und der macht das dann. Entscheidend fuer den Kauf:

-Abgesetzter Betrieb moeglich. Funkgeraet im Kofferraum an einem 2m H155 Kabel, Bedienteil saugt sich in der Scheibe fest und bleibt da auch, wenn man den Halter ordentlich andrueckt.

-Automatische Positionsmeldungen to go. Man braucht nichts dazukaufen, lediglich einstellen und das Ding blubbert auf 144,800MHz seine Position ueber den Aether.

-Crossband Repeater Funktion! Aehnlich wie bei Fahrzeugen der Bundeswehr, wo aus der Ferne ankommende Funksprueche z.B. in den Gruppenfunk „unterverteilt“ werden koennen, kann ich mein Auto auf einem Parkplatz abstellen, auf einem Band ein Amateurfunkrelais laufen lassen und automatisch mit im besten Fall verringerter Leistung auf einem Telefoniekanal des anderen Bandes weitersenden lassen. Entgegen landlaeufiger Meinung, ist das voll und ganz als Experiment zulaessig.

-Neben dem allgemein ueblichen F3E (FM), beherrscht das Geraet auch Yaesu’s eigene Variante von Digitalfunk, C4FM, erkennt das ankommende Signal und kann automatisch zwischen den Betriebsarten umschalten. Mit C4FM sind – profan ausgedrueckt – SMS und MMS ueber Digitalfunk  moeglich.

ftm-400dr_thumb
Und huebsch ist es auch noch…

Das Geraet befindet sich seit Donnerstag in einem betriebsbereiten Zustand in meinem Auto und haengt an einer ProCom GPS-C 2R/70/FM Antenne, wie sie mit anderem Strahler auch bei der Polizei fuer 2m Funk zum Einsatz kam. Die Tatsaeche, dass Yaesu als „cash back“ Aktion beim Kauf bis 31.12.2016 auch gleich ein Mikrofon mit eingebauter Kamera springen laesst, tat sein uebriges. HABENWOLLEN!

Beobachtungen

Das Setup scheint so performant zu sein, dass es garkein Problem ist, ueber eine Distanz von 71,5km auf dem 70cm Band (430-440MHz) ein Funkrelais zu nutzen, das mit vielleicht 10-15W sendet. Auch wenn man grad in der Grossstadt unterwegs ist. Auf dem 2m Band (144-146MHz) hat man sogar zufriedenstellenden Empfang, wenn man durch Taeler faehrt und das Relais hoch genug liegt.

Das „Absetzkabel“, um das Bedienteil abseits des Funkgeraets betreiben zu koennen, ist mit 3,8m zu kurz, um es fuer mein Setup verwenden zu koennen. Ich habe mir ein 7m langes Telefonhoerer-Kabel gekauft. Da stimmte leider die Belegung nicht ganz. Aber wenn man das Kabel durchknippst und mit der Belegung 4 -> 1, 3 -> 2, 2 -> 3 und 1 -> 4 wieder zusammenloetet, klappt auch das. Das Kabel verschwindet annaehernd unsichtbar zwischen Mittelkonsole und Sitzen, bzw. Teppich und Verschalung im Innenraum.

Problem: Es ist nur ein Absetzkabel fuer das Bedienteil dabei. Fuer das Mikrofon, habe ich mir ein Dreierset von 08/15 Verlaengerungskabeln mit 6-poliger Belegung gekauft.

Problem: Der Lautsprecher befindet sich im Geraet selbst – bei mir also im Kofferraum. Bis ich das NF-Problem geloest habe, ist Funkverkehr im echten Leben nur bis ca. 80km/h machbar wg. Fahrgeraeuschen. Der externe Lautsprecher meines alten CB-Funkgeraets, hat sich wohl verkruemelt. Also bleibt die Klappe zu den Backen des Kofferraums erstmal auf.

Die Kabelage bestuende aus insgesamt 13 Adern:

  1. 6 Adern fuer das Handmikrofon
  2. 4 Adern fuer das Bedienteil
  3. 3 Adern fuer einen Stereo Lautsprecher

In einem Anflug blinden Aktionismusses, hatte ich ueberlegt, ob ich mir nicht ein Flachbandkabel mit mindestens 15 Adern kaufe und einen eigenen „Kabelbaum anfertige. Da gaebe es aber das Problem, dass ich NF ueber ungeschirmte Kabel uebertragen muesste. Das ist dann doch nicht, was ich moechte. Da Mikrofon und Bedienteil bereits funktionstuechtig verkabelt sind, wollte ich mir fuer den Lautsprecher eine andere Loesung ausdenken.

Problem: Das Bedienteil ist sehr temperaturempfindlich. Der Touchscreen laeuft regelrecht amok, wenn ihm zu kalt wird. Ich hoffe jedenfalls, es ist bloss die Temperatur. Habe ausversehen ein Werksreset gemacht, weil jede Eingabe irgendwie gestoert war. Gut, wenn man ein Backup auf SD Karte hat 😉

Zum Thema Linux: Da Chirp sich – trotz angepasstem Treiber fuer das FTM-400XDE – nicht dazu durchringen konnte, die Konfiguration ueber das Programmierkabel zu ziehen, habe ich ein Backup der Konfiguration auf die SD Karte gemacht. Diese .dat Dateien, kann Chirp jedoch prima oeffnen, sodass man die Kanaele programmieren kann. Das Einspielen ging leider heute nicht, weil es so kalt war 😉

Man darf gespannt bleiben!

PS: Ich bin im Besitz eines Amateurfunkzeugnisses, Zulassung zur Teilnahme, sowie AusbRufzeichen fuer den Ausbildungsbetrieb
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